SPIELsmart – Aus dem Alltag unserer Brettspielschule: Ein neues Modul beginnt
Unser neues Modul „Unter-Wasser“ startet. Die aktuellen Spiele stehen aufgestapelt auf dem Spielepodest. Die Kids sind neugierig und bestaunen die schön gestalteten Spielekartons. Wir haben uns bei der Auswahl viel Mühe gegeben. Und es startet vielversprechend mit „Meeresrauschen“, einem lustigen aber teilweise richtig gemeinen Kartenspiel. „Take that“ ist ein Mechanismus, der Spaß macht, aber auch Leid bringt. Aber die Stimmung ist gut, das Spiel rasant. Dass es ein simples Spiel ohne Komplexität ist, stört niemanden. Der Einstieg ist gemacht. Das Thema begeistert. Und so wagen wir uns an das nächste Spiel, einen Uwe Rosenberg – ein Muss, ist er doch der Mentor unserer Brettspielschule. Ich habe mich sehr auf „Garden Lake“ gefreut, allein die wundervolle Grafik zog mich schon in den Bann. Doch das erste Probespiel in der Familie überraschte: Wie war es möglich, in einer Partie 0 Punkte zu erreichen? Und wir sprechen von einer Familie, die sich gerade erfolgreich durch „Luthier“ gearbeitet hat, einem komplexen Expertenspiel. Wie sollen diese 7-Feld-Figuren (Heptominos der Fachbegriff) nur in die Raster passen? Warum liegt das Teil, das ich brauche, eingebettet in der Auslage des Spielers, unerreichbar für meine „Klau-Aktion“? Meine Familie hatte erst einmal genug – aber ich liebe das Spiel. Wie gut, dass ich unsere Brettspielkids einfach dazu „verdonnern“ kann. Also – ran an die Arbeit. Schon beim Aufbauen ging es los. Beim Anblick der komplizierten Formengebilde gab es bereits das erste leise Murren. Aufeinander warten? Langweilig! Ein Teil legen? Es passt hier nicht und da nicht! Mir reicht es: „Konzentration bitte! – ja, auch das gehört dazu. Denkt nach, während die anderen legen. Vorsicht, nicht die Teile verrücken!“ Am Ende hatten es doch alle geschafft, ihren Gartenteich zu gestalten. Die Punkte ließen auch hier zu wünschen übrig: 0 Punkte, 4 Punkte, 8 Punkte. Das wird nächstes Mal besser! Versprochen.
Simone Anders