Mit Doppel-S und Doppel-N: Wer wusste damals schon, wo Carcassonne liegt?

05.02.2026

„Carcassonne“ ist eines der besten Spiele aller Zeiten. Wie wohltuend war es damals, dass aus dem Kampf um die Burgen nicht einfach ein klassisches Mehrheitenspiel gemacht wurde, nach dem Motto: Wer die meisten Meeple investierte, bekam die Punkte zugeschrieben. Man kann „Carcassonne“ gerade als Zweipersonenspiel auf vier Niveaus spielen. Wenn man es kennen lernt, hat man Spaß am Puzzlen und freut sich auf eine zweite Partie (diese Vorfreude ist sehr wichtig). Auf Stufe 2 „zeckt“ man sich an andere heran und versucht den anderen etwas wegzunehmen. Auf Stufe 3 baut man so, dass andere ihre Männchen nicht zurückbekommen und irgendwann keine mehr zum Einsetzen haben (dazu sollte man alle Teile in ihrer Häufigkeit kennen). Auf Stufe 4 weiß man, dass man auf seine Männchen aufpassen muss und setzt sie nicht mehr so offensiv ein (sondern öfters mal auf Wege, statt auf Burgen). Auf höchstem Niveau gespielt sieht eine Partie „Carcassonne“ zu zweit aus, als wollten die Kontrahenten gar nicht gewinnen. Ich persönlich bin in meiner „Leistungsstärke“ irgendwo zwischen Stufe 2 und 3 stehen geblieben. Ein absolutes Topspiel muss sich wie „Carcassonne“ daran messen lassen, ob es auf verschiedenen Niveaus spielbar ist. Am Beispiel von „Carcassonne“ habe ich es näher ausgeführt. Viele Menschen müssen es gerne spielen, und die Vielspielerinen und Vielspieler aus Spieleszene müssen es in den breiten Markt hineintragen.

Uwe Rosenberg

Zuletzt bearbeitet: 05.02.2026 10:14
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